Direkt zum Inhalt springen

Tricks der Natur abgeschaut - Freifach Technik & Design

Ein heftiger Sturm weht die Felder und Wiesen, Bäume biegen sich im Wind, Gräser werden fast umgeknickt. Kaum ist der Sturm vorbei sieht die Natur fast so aus wie zuvor. Doch wie machen das die Pflanzen?

Im Freifach Technik und Design sind wir genau dieser Frage nachgegangen. Aus Bienenwachs haben wir rechteckige Barren gegossen. In die Gussform wurden unterschiedliche Materialien eingebracht: Wolle, Hanffasern, Schnur, Lederstreifen. Die Materialien haben wir in unterschiedlichen Richtungen eingelegt, längs, quer oder chaotisch verteilt.

Nach dem Aushärten des Wachses ging es ans Testen der Barren. Zwischen zwei Tischen haben wir einen Spalt Raum freigelassen. Dort wurden die Barren darübergelegt und durch ein Seil mit einem Eimer verbunden. In den Eimer haben wir nun Liter um Liter Wasser eingefüllt. So konnten wir messen wann die Barren brechen. Die Kraft welche diese Wachsbarren aushalten konnten, war erstaunlich. Einige mit Fasern verstärkte Wachsquader sind auch bei einem Gewicht von über 15 kg Wasser noch heil geblieben.

Sogenannte Faserverbundwerkstoffe basieren genau auf diesem der Natur abgeschauten Konzept. Sie sind heutzutage in vielen Bereichen zu finden. So werden etwa in der Luftfahrt Teile der grossen Passagierflugzeuge aus Material mit Kohlefasern hergestellt. Auch in der Automobilbranche stösst das leichte, aber doch hochfeste Material auf grosses Interesse.