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Bläserklasse

Musikunterricht auf neuen Wegen

Bläserband_Tshirt.jpgEin besonderes Merkmal der Schule Mellingen-Wohlenschwil ist die Förderung «musischen Tuns» in einer Art von spielerischer Selbsterfahrung. Das inspirierte Ausüben einer musischen Tätigkeit fördert die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit. In der heutigen Zeit, in der wir täglich abgelenkt werden und kaum mehr besinnliche Rituale erleben, ist dies besonders wichtig. In diesem Zusammenhang erhalten «Gestaltung», «Musik und Bewegung» eine grosse Bedeutung. Im Wissen dieser Wichtigkeit, hat Pius Jeck, Primarlehrer, Chorleiter und Musiker im Auftrag der Zentralen Schulleitung ein Konzept zur intensivierten und nachhaltigen Musikförderung für die Schule Mellingen-Wohlenschwil erstellt.

 

Blasinstrumente erklingen im Schulunterricht

Als eine von verschiedenen Umsetzungsmassnahmen aus diesem Konzept, wird nun an der Primarschule Mellingen-Wohlenschwil, unter der Leitung des Musikschulleiters Heinz Binder, das Klassenmusizieren in den obligatorischen Musikunterricht eingebaut. Beim Musizieren im Klassenverband lernt jedes Kind ein Blasinstrument und spielt im Klassenorchester vom ersten Ton an miteinander und füreinander. Mit der Methode Bläserklasse hat die Lehrperson die Möglichkeit, den gesamten Stoff des vorgeschriebenen Lehrplans «Musik» anhand des Spielens im Orchester durchzugehen. Jede noch so trockene Musiktheorie wird plötzlich mit Leben gefüllt. Der Musikunterricht wird so zu einer der beliebtesten Unterrichtsstunden.

 

 

Entwicklung von Teamgeist

Beim aktiven Musizieren, sowohl beim einzelnen Üben zu Hause, als auch  von Anfang an im Klassenverband, werden Sozialkompetenz, Selbstkompetenz, sowie Fachkompetenz der einzelnen Schüler gefördert.
Dank der heterogenen Besetzung nach der Vorlage des symphonischen Blasorchesters übernimmt jeder einzelne Schüler einen wichtigen Part im Ganzen. Für einen guten Klang sorgen nebst einer ausgewogenen Verteilung der Instrumente (Querflöten, Klarinetten, Saxophone, Trompeten, Waldhörner, Tenorhörner, Posaunen und Tuba) das Hören aufeinander, das dosierte Einbringen des eigenen Instrumentes und das engagierte Üben jedes Einzelnen.

 

Und los geht's.....

Dank grosszügiger Unterstützung durch die Schul- und Stadtbehörde, sowie in finanzieller Hinsicht vor allem durch die «Adolf + Ida Nüssli-Stutz-Stiftung», konnten für alle Schüler neue und hochwertige Instrumente angeschafft werden.  Bei der Wahl des definitiven Instrumentes, welches für die Dauer eines zweijährigen Bläserklassen-Lehrgangs verbindlich ist, werden die Schüler durch die Instrumentallehrer sorgfältig beraten. Ein demokratisches Wahlverfahren, welches den Instrumentenwunsch der Kinder, unter Bewahrung der symphonischen Besetzung angemessen berücksichtigt, führt dann schlussendlich zum «eigenen» Instrument. Unter fachkundiger Anleitung von Heinz Binder, Blechinstrumente, und Markus Ruflin, Holzinstrumente, entlocken die Kinder ihren Instrumenten schon schnell die ersten zusammenhängenden Melodien.

Was ist das Besondere an diesem Orchester?

Die Schüler der betreffenden Klassen können während zwei Jahren, in zwei Wochenlektionen auf ihren Instrumenten viele kreative und emotionale Erfahrungen sammeln. Lernen, üben, proben und mit gemeinsamen Auftritten Erfolg haben, ist der Kreislauf der Motivation. Dank der speziellen Arrangements für die Bläserklasse können Stücke aus allen musikalischen Stilrichtungen - von Pop bis Klassik - gespielt werden. Die Gemeinschaft in einer Bläserklasse schafft ein Klima der sozialen Toleranz. Dabei ist für die Kinder ein wichtiger Schritt, dass sich durch die öffentlichen Auftritte mit der Bläserklasse der Schulalltag öffnet und sie zusammen mit ihren KlassenlehrerInnen ganz neue Erfahrungen auf der Bühne machen. Wer in der Gemeinschaft lernt, lernt durchzuhalten, denn: Jeder wird gebraucht. Daher ist die Bläserklasse eine sinnvolle Investition - vor allem in die Entwicklung der Kinder.

 

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Leiter Bläserklasse
Heinz Binder